Christina Altmann

 

Mit einem abwechslungsreichen, gut gewŠhlten Programm fand die Konzertreihe ãGitarrenmusik im GewšlbekellerÒ am vergangenen Samstag ihren Jahresabschluss. Die junge Gitarristin Christina Altmann fesselte das Publikum noch einmal mit  temperamentvollem Spiel und au§ergewšhnlichem technischen Kšnnen.

Auffallend gleich zu Beginn der volle, krŠftige Ton. Schwungvoll, tŠnzerisch und geradezu, die Tiefe und KomplexitŠt der Musik dabei jedoch keineswegs au§er Acht lassend, wurde J. S. Bachs e-Moll Lautensuite zu einem kurzweiligen Hšrgenuss, geschmŠlert lediglich durch immer wieder auftretende kleinere TextlŸcken.

Den Schwung und die Leichtigkeit nahm die Gitarristin dann gleich mit in die sich anschlie§ende virtuose Sonate von M. Castelnuovo-Tedesco. Auch hier Ÿberzeugte  Christina Altmanns ausgewogenes, nahezu makelloses Spiel, wobei eine gewisse, sicher den zweifellos hohen technischen Anforderungen geschuldete Neigung zur Atemlosigkeit hier nicht unerwŠhnt bleiben darf. Gewiss wŠre die Spannung der einzelnen SŠtze durch eine Winzigkeit mehr innere Ruhe nicht zerstšrt, sondern vielmehr sogar noch unterstrichen  worden.

In der zweiten KonzerthŠlfte waren dann vor allem die AlbŽniz-Bearbeitungen aus der ãSuite Espa–olaÒ ein echter Ohrenschmaus. Die Sicherheit und SelbstverstŠndlichkeit, mit der die KŸnstlerin die Musik auf ihrem Instrument darbot, lie§en die Zuhšrer keinen Ton der ursprŸnglich fŸr Klavier komponierten TŠnze vermissen.

Das nŠchste Konzert veranstaltet der Weimarer Gitarrevereins e. V. am 24. Januar 2009. Gestalten wird es Eva Beneke mit Werken von J. S. Bach, C. Domeniconi, sowie eigenen Kompositionen.

Reinhard Jungrichter