Soli Sombra- musica flamenca  war der Titel des Februarkonzertes des Weimarer Gitarrevereins mit dem Gitarristen Michael Lauer , spanischer Künstlername „ El Sajon“, der sein Publikum mit eigenen Werken zu begeistern wusste.

 

Michael Lauer beendete sein Studium in Weimar im Fach klassische Gitarre und widmete sich seitdem  ausschließlich der Flamencogitarre und der Musik der spanischen Zigeuner.

In dem sehr gut besuchten Konzert im Gewölbekeller der Stadtbücherei zeigte er eindrucksvoll seine Auffassung dieser Kunst in ihrer ganzen Vielfalt als Ausdruck des Lebensgefühls eines Volkes, dass die Liebe,unbändige Freude, den Schmerz und den Tod  besingt.

 Der Flamenco ist eine Improvisationskunst, die auf typischen rhythmischen und harmonischen Grundlagen basiert, innerhalb dieser der Künstler sich improvisatorisch bewegen. kann und es war faszinierend zu hören, wie „ El Sajon“ dt. der Sachse damit umging.

Nach Aussage des Künstlerkomponisten entstehen seine Titel aus einer Stimmung oder gegebenem Anlaß heraus, wie der erste Titel Sehnsucht nach Bernarda Albas Haus, werden aufbauend auf den Tanzformen Bulerias, Soleares, Rondena u.a. improvisatorisch erfunden und entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einem eigenständigen Werk.

Das Publikum ließ sich vom suggestiven Spiel des Künstlers einfangen, der begleitet wurde von seinem Sohn Simon (Percussion) und Christian Pechstädt ( Violine).

Besonders hervorzuheben wären die Sehnsucht der Adela (Rondena), das erste Stück, welches wirkungsvoll und virtuos die ganze Breite des Ausdrucks des Flamencos zeigte, der Tango, welcher Einflüsse der Musik Piazollas hören ließ oder die Unruhe mit dem anschließenden sehr zu Herzen gehenden melancholischen Cancion.

Mit Soli Sombra- Licht und Schatten als Schlussstück und der sehr rasante Zugabe Amigo in der Form einer Rumba entließen die Künstler ein glückliches Publikum.

 

18.2.06  Jürgen Rost